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Vionnaz – C’est la Wii (23./24.01.2010) Drucken E-Mail
Geschrieben von Adrian Widmer   
Mittwoch, 03 Februar 2010

Mit Sack und Pack schlich sich am Samstag morgen eine etwas dezimierte Gugge namens Wasserschlossfäger in ihr Expeditionsgefährt, um die unbekannten Gefilde des französisch sprechenden Wallis zu erkunden.

Pünktlich fuhren sie los, unpünktlich kamen sie an, was man getrost auf all die anderen Reisenden, die die Autobahn verstopften schieben darf...

In Vionnaz stieg dann unsere charmante Betreuerin Isabelle zu und erzählte den fasnachtshungrigen Jägergesellen wann sie wo zu spielen und wann Apéro zu sich zu nehmen hätten. Im Nachhinein ist leider nicht mehr festzustellen, wie oft das Wort Apéro im Verhältnis zu Auftritt tatsächlich gefallen ist...

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Wer abwechselnd mit dem Gewehr und Blasinstrument unter dem Kopfkissen schläft läuft Gefahr andere im Schlaf zu erschiessen, oder sie zu Tode zu tröten, weshalb sich die Fasnachtsjäger gütiger weise dazu bereit erklärten die in der Turnhalle ausgelegten und noch nicht belegten Matratzen auf die Bühne zu schleppen und dort ihr eigenes Reich einzurichten.

Lange hatten sie dazu nicht Zeit, denn es rief schon der erste Apéro, eh pardon, Auftritt.

Vor dem Einkaufszentrum spielten wir zwar nicht unbedingt auf den Brettern die die Welt bedeuten, dafür auf ein paar Paletten, die unsere Bühne bedeuteten. Zweimal vor dem Einkaufszentrum und einmal innen rum getutet, ein Gläsli Weisswein und schon war die Gesellschaft warm gespielt und parat für das was da noch kommen mochte.
Und da sollte noch so einiges kommen.

 

Von Auftritten im stets gut gefüllten Festzelt, das die Ausmasse und Deckenverzierungen einer Sixtinischen Kapelle hatte, über Umzüge durch das verschlafene Dörfchen bis hin zu Monsterkonzerten, die eigentlich gar keine waren.

 

Nach getaner Fasnachtsarbeit gaben sich die Gesellen und Geseletten ihren Jagdtrieben hin und rissen Korken aus Flaschen, wie ein Wolf Schafe.

Manche gingen steil, andere in eine Bäckerei, weil ihnen flüssiges Brot nicht reichte und das Nichtausschenken von Red Bull ziemlich stark an den Koffeinreserven zehrte. Wirklich tief gefallen ist aber keiner, was eventuell mit dem Fehlen jeglicher Hochsitze zu tun hatte.

 

Am Sonntag konnte man sich dank jägerüblichem Früh aufstehen sogar die Sonne auf die Plauze scheinen lassen und den Grad der vorabentlicher Zerstörung genauer betrachten, wenn man sich denn traute.

 

Nochmal wurde auf der Bühne gespielt, nochmal ein Umzügli veranstaltet und dann wäre es eigentlich auch schon schnurstracks nach Hause gegangen.

Wäre…

Wenn da nicht der Platten gewesen wäre, die sich urplötzlich im hinteren Reifen des Cars manifestiert hatte. Natürlich hätten die starken Bläserlungen den Platten sofort wieder auf pusten können, wären sie nicht die letzten Tage über strapaziert worden.

 

So wurde halt erstmal gebastelt und auf der Heimfahrt alle drei Meter an einer Pumpstation Halt gemacht.


C'est la Wii.

Fotos von Vionnaz findet ihr hier.

 
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